La Bohème Cuisine hat eine sehr persönliche Vorgeschichte, und wird mit sehr viel Liebe und Herzblut weitergeführt.

Esther Schwarzer geboren 1943 hat, als sie im Thurgau wohnhaft war, den grossen Schritt gewagt ihre eigene Zeichen und Malschule aufzubauen und sich den Namen La Bohème  zu Eigen gemacht. Fortan sollte die stilistische Frau mit dem Hut ihr Erkennungsmerkmal sein, unübersehbar da sie selbst immer einen schwarzen Hut trug.

Schon sehr früh wurde ihr die Liebe zur Kunst offengelegt, war es doch der Vater, ein Konstrukteur der Sorte Erfinder und leidenschaftlicher Zeichner und Maler, der sie in ihrem Können unterstützte.
Als ausgebildete Schneiderin- Modelistin folgte sie dem Vater in den technischen Bereich, und fertigte fortan Perspektivzeichnungen von Maschinen und Apparaten mit teils bis zu 10 Mitarbeitern an.
Als 26 Jährige jedoch war der Drang nach der freien Kunst so gross, dass sie sich aus dem Familienbetrieb ausklinkte.
Illustrationen für Journale, Schulbücher und Lyriken waren nun ihr Einkommen.
Mit 42 Jahren zog es sie nach etlichen Stationen in der Schweiz( Zürich, Bern, Tessin, Olten...) zurück in den Thurgau, ihrem Ursprung.
In Ermatingen fand sie einen Ort für sich und ihre 3 Kinder an welchem sie sich mit der Kunst und den Möglichkeiten wohl fühlte.
Hier kommen wir zurück auf den Anfang unserer Geschichte, die Gründung der Zeichen und Malschule La Bohème.
Ihr Spektrum von Arbeiten wurde immer grösser und vielfältiger. Von der Leinwand, über Kostüme für Theater, Schminken, Kulissenbau, Gross- Skulpturen für Fasnachtsumzüge und Events, Modellieren...die Liste ist lang.
Nachdem alle Kinder das Nest verlassen hatten, war auch für sie der Moment einer Veränderung angebracht, und so zog es sie zuerst nach Tägerwilen, wo sie einen Hühnerstall zu ihrer Malschule umfunktionierte, und danach durch Freunde nach Arbon. Auf dem wunderschönen Fischmarktplatz fand sie ihr neues Zuhause und auch die Malschule fand dort ihren Platz.
Hier widmete sie sich ganz ihren Bildern und dem Fördern von Jugendlichen in der Vorbereitung für die Kunstgewerbeschule.
Kochen und das bewirten von Gästen war für sie eine, wie sie selbst sagte, "Relax-Methode", daher nicht verwunderlich das man einen immer sehr schön gedeckten Tisch und  mit sehr viel Liebe zubereitetes Essen serviert bekam.
Sich immer wieder neu zu entdecken, nicht stehen zu bleiben war einer ihrer grössten Anliegen, sie sagte einmal das ihre grösste Angst die Routine sei, und dafür hat sie reichlich gesorgt das dies nicht passiert...ein bunter Paradiesvogel inmitten einer wandelnden Zeit.
2017 hat sie leider zu Früh von ihrer Familie, Freunde und der von ihr so geliebten Kunst Abschied nehmen müssen.

Warum nun also La Bohème Cuisine?

Essen, Kunst, Kreativität und das gemeinsame Philosophieren am Tisch wurde uns Kindern in vollen Zügen mitgegeben. Es ist uns ein Anliegen, ihre Werte aufrecht zu erhalten.
Ihre Liebe zu einem guten Essen, die Vielfältigkeit der Nahrungsmittel und ihre Zubereitungsart weiterzugeben.
In ihren und unseren Rezepten, Bildern und Fotografien die Kunst von La Bohème weiterhin aufrecht zu erhalten und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Wir hoffen unsere Mutter, Freundin und Mentorin mit Stolz zu erfüllen.

Colette und Pascale